Es gibt Tage, an denen man mit dem Vorhaben “gute Bilder” zu machen vor die Tür tritt und letztendlich ohne ein einzig brauchbares Foto auf der Speicherkarte wieder zurückkommt. So etwas kann manchmal sehr frustrierend sein, gehört aber zu der Fotografie mit dazu. Deshalb sollte man, wenn konkrete Pläne fehlen, auch die Erwartungen an sich selbst, seine Fotos und das was vor der Linse steht, etwas herunterschrauben. Ich habe nun schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass gerade dann, wenn man nicht damit rechnet, die besten Bilder entstehen. Fazit: Geh vor die Tür und schau was passiert, und wenn die Bilder von der Speicherkarte direkt in den virtuellen Papierkorb wandern, hat man seine Zeit wenigstens nicht mit realitätsfernen Realitysoaps vergeudet.
Anders sieht es aus, wenn man ein Shooting hat, und wirklich gute Bilder machen “muss/soll”. Die eigenen Ansprüche hier zu drosseln, wäre nicht gerade die beste Idee. Trotzdem darf man sich nicht hineinsteigern und sollte versuchen, möglichst locker mit den Erwartungen der “Kunden” umzugehen. Dabei hat man gegenüber profesionellen Fotografen den großen Vorteil, dass man als Hobbyfotograf meist auf keine übermäßige Erwartungshaltung bei den Kunden stößt und diese eigentlich immer übertreffen kann.
Wesentlich leichter wird so ein Shooting, wenn die Personen, die man fotografiert, mit der Situation umgehen können und fotogen sind. Auf drei befreundete Hobbyschauspieler vom Theater trifft genau das zu. Als Fotograf ist es einfach das pure Vergnügen, wenn man eigentlich nur noch die Einstellungen vornehmen muss und abdrückt, während sich die Drei auf der anderen Seite köstlich amüsieren und immer wieder neue Ideen haben. Bis jetzt hatte ich bei keinem Shooting so viele Bilder mit so vielen verschiedenen Gesichtsausdrücken. [Bild nicht gefunden]
Highlight des (ich glaube zweistündigen) Shootings im Würzburger Residenzgarten war das Foto auf der Grünfläche (siehe oben). Ich denke, das Bild und vor allem die Mimik und Gestik der Drei sprechen für sich…



